Vom 27. bis 31. Juli fand in Hinsbeck das Sprach- und Bewegungscamp statt. 21 Teilnehmende
verbrachten fünf Tage, in denen Deutschunterricht und Sportangebote miteinander verbunden
wurden. Organisiert und durchgeführt wurde das Camp von der Stadt Hagen, vom Kommunalen
Integrationszentrum und vom Stadtsportbund Hagen. Neben der Sprachförderung ging es auch
darum, Teilnehmende zu identifizieren, die sich für eine spätere Tätigkeit als Übungsleiterin oder
Übungsleiter eignen.
Sprachförderung
Der Deutschunterricht griff durchgehend Themen aus dem Sportalltag auf und verband Sprachlernen
mit konkreten Sprechanlässen.
Zum Auftakt lernten sich die Teilnehmenden über ein Partnerinterview kennen: Je zwei Personen
befragten sich gegenseitig und füllten dabei einen Steckbrief mit Angaben zu Name, Wohnort,
Herkunftsland, Sprachen, Lieblingssportart, Sportverein und Hobbys aus. Im Anschluss stellte jede
und jeder die befragte Person vor der Gruppe vor. Die Sprache wurde damit gleich in zwei
Situationen genutzt: im Gespräch zu zweit und beim freien Sprechen vor der Gruppe.
In einer weiteren Einheit im Unterrichtsraum standen Imperativ und Perfekt im Mittelpunkt, geübt
anhand von Sportvokabular. Beim Imperativ ging es um Trainerkommandos wie „Wirf den Ball!“,
„Fang den Ball!“ oder „Pass den Ball!“ in den Formen du, ihr und Sie. Beim Perfekt wurde geübt, wie
ein Bericht nach dem Training aussieht, etwa in Sätzen wie „Ich habe den Ball geworfen.“ So wurde
Grammatik direkt mit dem Wortschatz aus dem Sportprogramm der Woche verknüpft.
Zum Abschluss der Woche folgte eine Einheit zu Artikeln und Präpositionen, die die grammatischen
Themen der Woche abrundete.
Sportprogramm
Das Sportprogramm umfasste mehrere Disziplinen.
Bei der Baseball-Einführung übten die Teilnehmenden das Fangen mit dem Handschuh, das
Schlagen und die Aufstellung im Feld. Gespielt wurde mit Weichbällen auf einer Wiese, mit
Schlägern, Fanghandschuhen und Bodenplatten als Bases.
Beim Ultimate Frisbee in der Sporthalle standen zunächst Partnerübungen im Wurf und Fang auf dem
Programm, anschließend Spielformen mit farblich getrennten Teams und markierten Endzonen.
Ultimate Frisbee wird dabei nach dem „Spirit of the Game“ gespielt, also ohne Schiedsrichter und mit
Fairplay als eigener Regel.
Ein Ausflug führte in den Kletterwald. Im Vordergrund stand dabei weniger der sportliche Ehrgeiz als
die eigene Überwindung: sich in der Höhe zu bewegen, der Sicherung zu vertrauen und trotz
Unsicherheit weiterzugehen. Für einige Teilnehmende war das der eigentliche Erfolg des
Nachmittags, unabhängig davon, wie weit sie in den einzelnen Parcours kamen.
Ein weiterer Programmpunkt war ein Bewegungsparcours nach dem Vorbild von Takeshi’s Castle, bei
dem die Teilnehmenden die Hindernisse eigenständig und mit eigenen Lösungen bewältigten.
Am Abend besuchte die Gruppe zusätzlich die Trampolinhalle FlipHop Hinsbeck, untergebracht im
ehemaligen Schwimmbad der Sportschule. Dort standen Sprünge auf dem Trampolin, Sprünge in die
Schaumstoffgrube und Landungen auf dem Airbag im Mittelpunkt.
Am Donnerstagabend organisierten und führten die Teilnehmenden ein gemeinsames Grillen selbst
durch.
Besuch des Landessportbunds
Am Mittwoch der Camp-Woche war der Landessportbund (LSB) mit den Referentinnen Serpil Kaya
und Barbara Konarska zu Gast. Gemeinsam mit ihnen wurden Teile der Fortbildung „Fit für die
Vielfalt“ umgesetzt. Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem zweiten Ziel des Camps,
Teilnehmende mit Potenzial für eine spätere Tätigkeit als Übungsleiterin oder Übungsleiter zu fördern.