Montag, 18 Juli 2022 09:07

Energie-Lockdown im Sport?

Warnung vopr Energie-Lockdown im Sport

LSB NRW kritisiert Städtetag-Empfehlungen

Duisburg „Sporthallen und Bäder müssen weiterhin geöffnet bleiben, ein Energie-Lockdown im Sport zwingend verhindert werden“ – der Landessportbund NRW hat sich uneingeschränkt der aktuellen Positionierung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) angeschlossen und gleichzeitig Kritik an den Empfehlungen des Deutschen Städtetags geübt, der mit Blick auf die explodierenden Energiekosten eine mögliche Schließung von Sportstätten ins Gespräch gebracht hatte.

„Gerade für unsere Kinder und Jugendlichen sind gesicherte Bewegungsangebote ein absolutes Muss. Die drastischen Corona-Einschränkungen haben deutlich gezeigt, welche sozialen und gesundheitsschädlichen Auswirkungen ein Mangel an Sportmöglichkeiten verursacht. Dies darf sich nicht wiederholen. Deshalb muss die gesellschaftliche Bedeutung des Sports bei allen Überlegungen zur Beschränkung von Gas- oder Wärmeversorgungen klar berücksichtigt werden“, betont LSB-Präsident Stefan Klett. Die LSB-Spitze fordert ebenfalls, dass Bund und Länder die Kommunen mit den belastenden Energiepreissteigerungen nicht allein lassen dürfen: „Die teilweise enormen Mehrkosten können für immer mehr Vereine existenzbedrohend sein und müssen somit ausreichend kompensiert werden.“ Dabei nehme sich der Sport selbst in die Verantwortung, alle gängigen Einsparmöglichkeiten zu nutzen und sich durch zusätzliche Maßnahmen zukunftsfähig aufzustellen.

 

Wichtige Schwimmausbildung

Auch die Bedeutung von Bädern als Orte der zuletzt stark vernachlässigten Schwimm- und Rettungsausbildung oder Bildung im Wasser verdiene in diesem Zusammenhang besondere Erwähnung. So hat der Landessportbund ein Schreiben des Schwimmverbandes NRW an Ministerpräsident Hendrik Wüst unterstützend mitgezeichnet, in dem die Landesregierung darum gebeten wird, bei den Kommunen in NRW darauf hinzuwirken, bei aktuellen Maßnahmen zur Energieeinsparung in Bädern in Stufen vorzugehen - statt direkt zu schließen.

 

Jüngst sorgte die Stadt Menden mit dem Vorhaben, Duschen für Sportvereine zu sperren, für Aufsehen.

 

In Hagen ist über derartige Maßnahmen noch nichts bekannt.