Donnerstag, 21 November 2019 08:29

Rope Skipping in Wehringhausen

Akrobatik mit dem Springseil

Rope Skipping hat mit Seilchenspringen aus den Kindertagen nur noch entfernt zu tun. Rheinische Landesmeisterschaften beim TuS 03 Hagen finden vor vollen Rängen statt

 

Bericht der WR am 19.11.2019 Seilchenspringen. Viele kennen das noch aus den Kindertagen und haben es gelernt. Wenn es dann jedoch darum geht, in drei Minuten fast 400 Bodenberührungen mit den Füßen zu schaffen, trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn das gelingt nur Rope-Skippern, die den Sport im Verein intensiv betreiben. Bei den Rheinischen Landesmeisterschaften im Rope-Skipping waren 29 Spezialisten beim TuS 03 Hagen zu Gast. „Der Rheinische Turnerbund war sehr zufrieden mit der Organisation. Die Resonanz war ebenfalls gut, die Ränge in der Sporthalle Wehringhausen waren gut gefüllt“, freut sich Kampfrichter und Mit-Organisator Alexander Schwalb.

Bei den Einzelwettbewerben wird in Speed- und Ausdauereinheiten unterschieden. Während die Teilnehmer beim Sprint in 30 Sekunden möglichst viele Bodenberührungen schaffen müssen, gilt das bei der Ausdauereinheit für drei Minuten. „Dabei wird immer nur der rechte Fuß gezählt“, erklärt Alexander Schwalb. Nach den zwei Hauptdisziplinen springt jeder eine Kür, die jeder Teilnehmer zu eigener Musik einstudiert hat. „Dabei bauen die Teilnehmer akrobatische Elemente wie Saltos ein. Aber das Seil wird immer mit eingebaut“, beschreibt Schwalb die Disziplin, die am meisten Kreativität erfordert. Die Sprünge haben dabei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und werden je nach Level und Kombinationen von den Kampfrichtern bewertet. Zusätzlich gibt es noch die Wettbewerbe im „Double- und Triple Undercup“, wobei die Teilnehmer hochspringen müssen und dabei das Seil entweder zwei- oder eben drei Mal unter sich durchschlagen müssen.

„Man kann an den unterschiedlichen Disziplinen erkennen, wie vielseitig dieser Sport ist“, macht Schwalb deutlich und zählt auf, was ein guter Rope-Skipper daher mitbringen muss: „Er braucht besonders viel Kondition aber auch Koordination. Außerdem ist es wichtig, fit im Kopf zu sein, da man sich bei der Kür beispielsweise viel merken muss.“ Viele Rope-Skipper haben auch eine Vergangenheit im Turnen und haben den Sport dann für sich entdeckt. „Das hilft, wenn man die akrobatischen Aspekte mit einbauen muss. Daher sind die meisten auch gute Turner“, erläutert Schwalb den Zusammenhang der beiden Sportarten.

Hagenerinnen hoffen noch

Die drei Hagener Teilnehmerinnen Emma Patzner, Natalie Auerswald und Marlene Schwalb belegten die Plätze sieben bis neun in der Turnierwertung und konnten sich nicht für weitere Wettbewerbe qualifizieren. Beim Double Under Cup schaffte es Patzner mit dem dritten Platz dann sogar auf das Treppchen. „Dass sich drei Teilnehmerinnen überhaupt qualifizieren konnten, ist für uns ein Erfolg. Trotzdem waren die drei nicht zufrieden mit ihren Platzierungen“, macht Schwalb deutlich. Am kommenden Samstag haben die Hagenerinnen theoretisch die Chance sich bei den westfälischen Titelkämpfen für die deutschen Meisterschaften oder das Bundesfinale zu qualifizieren. Dort trifft sich dann endgültig die Elite Deutschlands im Rope-Skipping. Mit dem Seilchenspringen aus den Kindertagen hat das dann nur noch im entferntesten Sinne zu tun.